Trainingsprogramm für Marma-Lehre

               (Erweckung der Selbstheilungsenergie)

 

Sarve bhavantu sukhina                            May all be happy

Sarve santu niraamayaa                           May all be free from disease

Sarve bhadraani pashyantu                      May auspiciousness come to all

Ma kaschid dukhabhaag bhaveta             May non ever suffer

 

Saareerendriya sattvaatma samyogo dhaarijeevatm

nityagascha anubandhascha paryayai Aayush uccayate

 

Ayur/Ayush ist die Zusammensetzung von Psyche, Körper, Sinnen, Seele.  Das ist energie und Vitalität, und ist immerwährend.

 

1.Ziel des Trainingsprograms für Marma-Lehre und –Therapie

 

Ziel des Unterrichts- und Praxis für Marma-Lehre und Marma-Therapie ist die Einführung in verschiedene vedische Heilslehren, insbesondere den historischen Hintergrund der Marma-Lehre, Vermittlung des Wissens über die körpereigenen Selbstheilungskräfte und Entwicklung der Fähigkeit, allgemeine Leiden mit Hilfe der Marma-Therapie zu behandeln sowie Marma in Eigentherapie zur Gesundheitsförderung und Vorbeugung gegen Krankheiten einzusetzen.

 

Dieses Trainingsprogramm umfasst  einen Lehrplan mit Grundkurs in Marma-Lehre und Marma-Selbstheilungsystem.  Für diesen Kurs erforderlich ist selbstlose Einsatzbereitschaft, eine positive Haltung zur nutzbringenden Anwendung der Marma-Lehre, der Wunsch zur Weiterentwicklung der Marma-Lehre im modernen Kontext und  zur Schaffung spezifischer menschlicher Werte und Eigenschaften durch die  Marma-Lehre. Hierdurch können die Selbstheilungskräfte (Marma-Lehre) im Dienst der leidenden Menschheit und zur Erfüllung aller gesundheitsbezogenen Notwendigkeiten ohne Einsatz zusätzlicher Mittel wieder hergestellt werden. Dies ist möglich durch Erkennung und Anerkennung der naturgegebenen Selbstheilungskräfte des Menschen, und durch Stimulierung und Behandlung des Systems durch Marma Chetna kann dieses Ziel erreicht werden.

 

Leistungsspektrum:  - Die Teilnehmer am Trainingsprogramm für Marma-Lehre und Marma-Chetna, werden die dem Menschen gegebenen Selbstheilungskräfte wirklich verstehen. Hierdurch können sie sich selbst, ihre Familien und andere Menschen vor medizinischen Therapien schützen, die komplex, teuer,  invasiv sowie mit Nebenwirkungen und negativen Rückwirkungen verbunden sind. Nachdem man sich mit den fundamentalen Aspekten der Marma-Lehre auseinandergesetzt  und die Therapieergebnisse auf Basis ihrer Methoden und praktischen Anwendung gesehen hat, kann man ihr unbegrenztes Potential einschätzen, und die Teilnehmer können die Marma-Lehre als präventive, fördernde, aufbauende und heilende Maßnahmen einsetzen. Viele Krankheiten, die mit konservativer Behandlung nicht beherrschbar sind und als unheilbare Leiden bezeichnet werden, können mit der Marma-Therapie/Chetna leicht behandelt werden.   

Durch diesen Grundkurs können Fähigkeiten zur Behandlung und Verhinderung vieler Zivilisations- und anderer alltäglichen Krankheiten entwickelt werden.  Nachdem ein hohes Maß an Können in  Bezug auf die Marma-Eigentherapie erreicht wurde, sind die Teilnehmer in der Lage, diese Lehre an andere interessierte Menschenweiter zu geben, wodurch das heilige und große Ziel der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten erfolgreich umgesetzt werden kann.                                                                                                                                                                                                            

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2.Die vedischen Lehren und der historische Hintergrund von Marma Chikitsa

Die Veden sind eine Schatzkiste des Wissens. Das gesamte Wissen und die Lehren von

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind in den Veden vereint. Das vedische Wissen

mit seinen unendlichen Möglichkeiten wurde von Aryavarta aus (alter Name der indischen Halbinsel) überall in der Welt verbreitet. Der Mensch hat seit Urväter Zeiten vom vedischen Wissen profitiert, das das Leben hier auf der Erde und danach betrifft. Yoga-Darshan, Ayurveda, Dhanurveda (Bogenschießen) und Sthapathyakala (Architektur) und viele andere Vidyas oder Wissenssysteme sind in veröffentlichter und unveröffentlichter Form verfügbar. Es ist eine Ehre für Indien, dass die heiligen Weisen und Rishis der Vergangenheit durch ihre Enthaltsamkeit und tiefe Meditation  die Vision von Weisheit erreichten, das sich in Form des vedischen Wissens und der als Text vorliegenden Samhitas zeigt.   

 

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit den Medizinischen Lehren der Veden widmen, finden wir eine Klassifikation in vier Bereiche wie folgt:

  1. Atharvani.   2.   Angirasi.   3.   Daivi.   4.   Manushyaja.

 

„Oh Prana, Vitalkraft des Lebens, nur so lange Du aktiv bist werden Atharvani, Angirasi, Daivi und Manushyaja als medizinischen Systeme Wirkung zeigen.  Atharva Veda zeigt klar, dass die vorgenannten vierstufigen Behandlungssysteme nur  wirken, wenn Prana oder die Vitalkraft des Körpers aktiviert wird.“

Durch die Behandlungsweise des Atharvani wird die Krankheit durch Zugriff auf spirituelle und mentale Kräfte überwunden.

 

Das System, das durch das Wesen  oder die Vitalkräfte der Sinne und anderer Komponenten des menschlichen Systems wirkt, wird Angirasi Chikitsa genannt. Marma Chikitsa wird als Grundlage der Angirasi Behandlung angesehen. Das Verbindungsglied zwischen zentralem Nervensystem, Drüsen usw. wird durch geeignete Aktivierung der Marmas erfolgreich belebt, um optimale Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Neben der  vorbeugenden, prophylaktischen und heilenden Wirkung erfüllt Marma Chikitsa das Ziel, Munterkeit und Lebensfreude zu fördern.

Die Angirasi Behandlungsweise konzentriert sich vor allem auf die Bestandteile, die für das Funktionieren, die Regulierung und Kontrolle der verschiedenen Systeme des menschlichen Körpers zuständig sind.

Daivi Chikitsa ist der Behandlungsprozess durch die Panchamahabhootas, die fünf Elemente. Hierzu gehören Jal (Wasser) Chikitsa,  Vayu (Luft) Chikitsa, Agni (Feuer) Chikitsa, die auf verschiedene Weise angewendet werden.

Beim Manushyaja Chikitsa werden verschiedene Medikamente benutzt, die auf Grundlage wissenschaftlicher Forschung und menschlicher Erfahrung eingesetzt werden.

Wie aus historischen Aufzeichnungen zu erfahren, gibt es beim Ayurveda drei verschiedene Behandlungsformen: Daivi, Manavi und Asuri.  Charaka Samhita verzeichnet drei Arten von Behandlung:

 

Daivavyaoashraya, Yuktivyapashraya und Satvavajaya.

Daivavyapashraya Chikitsa umfaßt das singen von Mantras (mystische Formel des Tons), Medizin, Tragen von Edelsteinen/Steinen, Riten und Rituale, Opfergaben, Wohltätigkeit, Havan (Feueropfer – Opfergaben ins Feuer), spirituelle Disziplinen, Fasten, Sühne und Handlungen wie Fußfall und Umschreiten der Tempelgottheit.                                                                                      

                                                                                                                           

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Yuktivyapashraya Chikitsa beschreibt klare Kontrolle von Nahrungsaufnahme, Tagesablauf, Medizin  und ihrer unterschiedlichen Nutzung.

 

Satvavajaya Chikitsa läßt spirituelle Methoden zur Heilung von Krankheiten zu.

 

Abgesehen von den oben genannten Behandlungsmethoden, werden in den Veden auch viele andere wie Surya (Sonne) Chikitsa, Vayu Chikitsa, Agni Chikitsa, Jal Chikitsa, Mantra Chikitsa, Agnihotri (Opferfeuer) Chikitsa sowie chirurgische und andere Methoden wie Madhu Vidya (wiederherstellende Chirurgie), Pravargya Vidya (Erhaltung abgetrennter Organe und Kreuz- und Hetero-Transplantation), Mrita Sanjivani Vidya (Wiederbelebung toter Organe) und Hasta Sparsha Chikitsa (Heilung durch Handauflegung).

Tatsächlich wurden die Kräfte der Natur – Prana (Lebenskraft), Yayu, Jal, Varun (Wasser-Gott), Chandra und Surya (Mond und Sonne) vergöttlicht und zu Wächtern und Beschützern der Menschheit als solcher bestimmt.

 

Aus politischen und sozialen Gründen wurden Forschung, Analyse und Verbreitung dieser jahrtausendealten vedischen Lehren unterdrückt, was beinahe zu ihrer Auslöschung führte. Es ist jedoch wahr, dass das vedische Wissen sich auf die eine oder andere Weise offenbart und nie völlig ausgelöscht oder zerstört wird. 

 

Als Wohltäter für die heutige Menschheit hat sich die Marma-Lehre zusammen mit Yoga und Ayurveda sehr schnell verbreitet. Ihre Akzeptanz, sowohl in der allgemeinen Öffentlichkeit als auch unter Wissenschaftlern, medizinischen Forschern und Ärzten hat rasch zugenommen, weil sie durch Testreihen und Forschung in ihrer Wirksamkeit bestätigt  wurde. Die lange Reise bis zum Gipfel des Erfolges hängt natürlich vom Wissen der Menschheit über diese seltene Wissenschaft ab.

Die gesamte menschliche Rasse steht heute  unter dem Joch unheilbarer Leiden, die zurückzuführen sind auf Umweltverschmutzung sowie der negativen Auswirkungen einer veränderten Lebensführung inklusive Nahrungsmitteln und Getränken. Keine Richtung der medizinischen Wissenschaft kann heute die große Vielzahl an Gesundheitsproblemen der Welt behandeln.

Nur Marma Chetna zusammen mit Yoga und Ayurveda versprechen Gesundheit und Glück für die leidende Menschheit von heute.

Ursprünglich als kleines Projekt t mit dem Ziel der Bewahrung und Förderung von Gesundheit gegründet, hofft Mrityunjay  Mission, das alte medizinische Wissen der Veden aufleben zu lassen und durch die Anwendung verschiedener Systeme der vedischen Medizin zu helfen.

Um eine wissenschaftliche Anerkennung von Yoga und Ayurveda zu erreichen wird vorgeschlagen, Forschungslabore nach internationalem Standard sowie Produktionsstätten für Medizin mit fortgeschrittenem technologischem Know-How einzurichten.

Darüber hinaus ist es ein wichtiges Ziel der Ausbildung und Training, die Wissen über die verschiedenen medizinischen Lehren der Veden an die gesamte Bevölkerung weiterzugeben. 

Die Grundlage der Ausbildung und Training besteht darin,  die Wirksamkeit von Marma Chetna, Yoga und Pranayama bei verschiedenen Krankheiten zu erfahren.  Marma Chetna aus der Zeit der Ramayana und Mahabharat wurde eingesetzt, basierend auf lange verborgenen esoterischen Texten von Maharshi Sushuta, um die Ziele von Selbsterhaltung, Selbstentwicklung, Selbsterkenntnis sowie Sofortheilung und

                                                                                                                                   

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tatsächlicher Krankheitsheilung zu erreichen. Eine Fortentwicklung der Marma-Lehre, basierend auf Shastras (alte wissenschaftliche Texte) und Erfahrung und eine extensive Verbreitung dieses Wissens ist die Notwendigkeit der Stunde.

3.

Moralische Verhaltensvorschriften in Verbindung mit der medizinischen Lehre der Veden (inkl. Besondere Verhaltensvorschriften für Marma-Wissenschaftler und –Ärzte)

Das Universum bestand vor der Entwicklung des Menschen. Alle notwendigen Ressourcen standen für alle Lebewesen des Universums zur Verfügung. Nahrung und Mittel zur Gesundung gehörten zu den  wesentlichen Bestandteilen.  Es gab verschiedene Techniken, um dieses Wissen von Generation zu Generation weiterzugeben. Für diese spezielle Methodologie gab es Parameter und Verhaltensvorschriften. Der Erfolg jeder Arbeit hängt von der Arbeitsweise und Disziplin ab .Basierend auf diesem Prinzip wurden Studium, Lehre und Training der medizinischen Lehren begonnen. Der medizinische Dienst ist ein sehr gottgefälliger und wertvoller Beruf. „Maana seva, Maadhav seva“ – Wer dem Menschen dient, dient Gott – die Bedeutung des medizinsichern Dienstes wird durch dieses Sprichwort hervorgehoben.

 

Es wird gesagt, dass der Dienst an der leidenden Menschheit besser ist als das Erreichen aller möglichen Arten vergänglicher Ziele und Freiheiten. Personen, die direkt und indirekt im Dienst an der leidenden Menschheit aktiv sind, sind glücklich genug. Der Arzt spielt direkt eine wichtige Rolle bei der Ausrottung von Krankheiten, aber Personen, die den Kranken Behandlung und Mittel zukommen lassen, leisten einen noch viel größeren Dienst; und jene, die beim Aufbau der Infrastruktur, Herstellung von Medikamenten, medizinischer Forschung und sonstigen medizinischen Dienstleistungen mitwirken, spielen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle.

 

In der vedischen Zeit übernahmen die Gurus die medizinische Ausbildung ihrer Schüler, nachdem sie die Fähigkeiten, Stärken, Hingabe und Bereitschaft, der leidenden Menschheit zu dienen, des Studenten eingeschätzt hatten.  Später durfte er sich seinen Lebensunterhalt durch medizinische Anwendungen verdienen, wobei er sich strikt an den vorgeschriebenen Verhaltenskodex zu halten hatte.  Wird dieser eingehgalten, so wird ein Arzt als eine Art Gott anerkannt.

 

Eine kranke Person mag sich noch nicht einmal auf Mutter, Vater oder ein anderes Familienmitglied verlassen, aber  wenn er an seinen Arzt glaubt, erlaubt er ihm vorbehaltlos, alle denkbaren Prozeduren an seinem Körper vorzunehmen. Er folgt den Anweisungen des Arztes hinsichtlich seiner Handlungen, Medikamenten, Ernährung und Lebensstil. Daher sollte der Arzt einen Patienten wie einen Sohn behandeln. 

 

Prinzipien des Verhaltenskodex in der vedischen Lehre/ der Marma-Therapie

Nektarähnliche Überlebensmedikamente werden schädlich wie scharfe Waffen, Blitz und Gift, wenn sie von unerfahrenen Personen benutzt werden. Solche Personen dürfen nicht für die eigene Behandlung zugelassen werden. Dieses Beispiel  gilt insbesondere im Hinblick auf Marma-Lehre und  Marma-Therapie, denn die Wirksamkeit und mögliche Komplikationen der Marma-Therapie sind vielfältiger als die Medikamente, die zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt werden. Nur ein Arzt, der über das volle theoretische Wissen verfügt und auch alle praktischen Techniken beherrscht, ist in der Lage, die Krankheiten umfassend zu behandeln.                                                                                                                                                                                                        

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Nach Erreichen eines rechtsgültigen Abschlusses in Medizin muss der Lehrstoff unter direkter Aufsicht eines Lehrers erfasst werden. Nach Studium des Lehrstoffes, der vollkommenen Beherrschung der Materie, visueller Erfahrung, experimentellen Studien und einem Praktikum, und nachdem man die Fähigkeit zum Unterrichten und Trainieren anderer erworben hat, ist eine Person fähig, eine eigene medizinische Praxis zu führen.  Die Begutachtung des Patienten sollte über eine klinische Untersuchung erfolgen.

Besonderer Verhaltenskodex für einen Marma-Forscher und -Arzt 

Die Marma-Lehre ist die älteste medizinische Lehre zur Vermeidung von Krankheiten, Förderung der Gesundheit und Heilung von Krankheiten. Um die Fähigkeit zur Behandlung von Krankheiten mit Hilfe von Marma-Lehre und  -Therapie zu entwickeln, muss man bestimmte Punkte beachten, denn Marma ist eine sehr effektive und unmittelbar wirkende Art der Behandlung.

In den tausenden von Jahren der Geschichte Indiens von den Veden bis zur heutigen Zeit hat die indische Gesellschaft beweisen, dass nur das vedische System einen wahrhaft menschlichen und effizienten Gesundheitsdienst für unsere Nation entwickeln und gewährleisten kann. Die Marma-Therapie kann ohne Probleme in gleicher Weise und ohne Einschränkung wie alle konventionellen medizinischen Behandlungsweisen eingesetzt werden. Wo Yoga und Pranayama aus verschiedenen Gründen wie Zeit, Ressourcen und Verfassung des Patienten nicht hilfreich sind, kann Marma überall und zu jeder Zeit eingesetzt werden.

Um eine solch göttliche medizinische Lehre zu erlernen, muss man sich übermenschliche Qualitäten aneignen. Hierzu gehört die Verfolgung eines geregelten Lebensstils und  straffen Tagesablaufs. Morgens muss man früh aufstehen. Nach der täglichen Waschung folgt für 5 bis 10 Minuten Marma-Selbstbehandlung. 15 Minuten Atemübungen auf Grundlage der Marma-Lehre.  Mindestens 30 Minuten Mrityunjay Mantra mit Schreiben, Singen, Hören und Meditation ist Pflicht. Dies ist notwendig, um die physischen, mentalen und spirituellen Kräfte zu kanalisieren.  Die Ausübung von Trataka, Muladhar Bandha, und die Konzentration des Geistes auf Inspiration und Ausatmung führt zu einer enormen Ausweitung der Fähigkeiten eines Marma-Jüngers. Ähnliche Anweisungen könnten den Patienten  und Nutznießern der Marma-Therapie gegeben werden, um die Selbstheilungskräfte durch physische und geistige Inspiration anzuregen. In der göttlichen Dreieinigkeit erhält nur Lord Shiva den Titel Mrityunjaya. Jede medizinische Lehre hat das Ziel, Krankheiten auszumerzen und den Tod zu überwinden. So ist ganz sicherlich Sadashiva Rudra, Lord Mrityunjay, der göttliche Meister der krankheitsausmerzenden Therapie der Marma-Lehre. 

                                                                                                                                  

4. Konzeptioneller Hintergrund

A. Umfassend nachhaltiges Gesundheitssystem – die Marma-Lehre

Gott hat uns mit allen Dingen ausgestattet, die für unsere Existenz notwendig sind und uns auch viele Kräfte mit vergänglichem und unvergänglichem Nutzen gegeben. Die Kraft der Selbstheilung ist eine davon; hierdurch können wir uns physisch, mental und spirituell gesund halten.

 

Die Selbstheilungskraft Gottes, die dem menschlichen Körper eigen ist, ist nicht persönlicher Natur, sondern eine Replik der göttlichen Kräfte des Menschen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass der Mensch als „Kind Gottes“ alle Charakteristika Gottes besitzt. 

Indien, die indische Gesellschaft, hat in jahrtausendealter Geschichte, von den Zeiten der

                                                                                                                                      

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Veden bis zur heutigen Zeit, bewiesen, dass nur das vedische System ein wirklich humanes und effizientes Gesundheitssystem für unsere Nation entwickeln und gewährleisten kann.   Das vedische medizinische System als Marma-Lehre ist höchst menschlich, frei, leicht verfügbar und in jeder Hinsicht weitestgehend für alle zugänglich.

In dieser Hinsicht hat jeder Mensch ein Recht auf Gesundheitsschutz durch sich selbst mittels Marma-Lehre.

 

Heutzutage werden Milliarden Dollar in Diagnosematerial, Labortechniken und Infrastruktur investiert, mit sehr geringem Nettoertrag, was die Behandlungserfolge anbelangt.

 

Nun, da sich die gesamte medizinische Wissenschaft vom normalen Menschen entfernt hat, weil sie teuer und risikobehaftet ist, haben wir beschlossen, der Marma-Lehre und -Therapie den Vorzug zu geben. Diese unbefleckte Heilmethode bedarf mehr und mehr arbeitender Hände, um das Wissen über diese Lehre und ihren Nutzen zu verbreiten. Unterrichten, Einüben und Vertrauensaufbau in diese Lehre ist das Gebot der Stunde.

Die Marma-Lehre ist die Kombination aus wissenschaftlicher Haltung und religiösen Übungen mittels auf Erfahrung beruhender Philosophie und ist Teil der langen Erfahrung des Menschen im täglichen Leben zur Erreichung vergänglicher und unvergänglicher Ziele. Die Marma-Lehre ist heute eine unmittelbare, permanente, natürliche, nicht-invasive Art des Heilens, denn mit ihr können die höchsten moralischen Werte ihrer Anhänger bewahrt werden.

 

Sie fördert Ruhe, Selbstkontrolle, Selbstheilung, Selbsterkenntnis und Glück und tut viel, um Leiden und Kummer zu vermeiden.

 

In Überbrückung der Zeiten, wurde die nicht-medizinische, nicht-chirurgische Option des Heilens in Form von Marma Vigyan in die spirituellen Praktiken und Rituale als Teil des normalen Alltags eingefügt. Bei natürlichen und vom Menschen gemachten Unfällen sind Wissenschaft und Technologie hilflos aufgrund ihrer Grenzen, die Natur jedoch bietet ein Übermaß an Hilfe. Was Lösungen für die Gesundheit anbelangt, so gibt es  bei allen Menschen Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers in Form von 107 Marmasthans (Vitalpunkte/Lebenslichtstellen). Durch der Krankheit entsprechende Stimulierung einiger dieser Punkte kann Erleichterung und Heilung erreicht werden. Marma-Eigenbehandlung kann das eigene System neu mit Energie aufladen und als Vorbeugung dienen. Die Marma-Lehre wurde als unbeschreiblich betrachtet.

                                                                                                                                                    

4. Konzeptioneller Hintergrund

 

B. Marma Punkte als Bestandteil menschlicher Haltungen/Posen

In diesem Universum gibt es neben dem Menschen zahlreiche Arten von Tieren und Pflanzen. Gemäß der indischen Mythologie gibt es vierundachtzig Lakh verschiedener Arten auf dieser Welt. Die Seele kommt in den Menschen nach Kontakt mit all dieser Arten.

 

Alle Arten haben ihre eigene Identität und bestimmte Eigenschaften/Werte in Verbindung mit ihrer Haltung.  In Yoga-Texten werden achtundvierzig Lakh verschiedener Haltungen aufgezählt, wirklich beschrieben und diskutiert werden aber nur achtundvierzig Haltungen. Von diesen werden im Hinblick auf praktische Anwendung und Resonanz nicht alle

                                                                                                                                      

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benutzt. Nur einige wenige werden regelmäßig angewendet.  Normalerweise haben diese Haltungen mit den Hatha Yoga Asanas zu tun. Offensichtlich werden diese Haltungen gern zur Krankheitsvorbeugung eingesetzt und haben therapeutische Wirkung bei verschiedenen Krankheiten sowie zum Energieaufbau.

 

Unter diesen Haltungen haben nur wenige eine Verbindung zum Menschen. Eine Reihe von ungewohnten, tierähnlichen Haltungen werden mit Nachdruck eingenommen. Bei diesen Übungen wird davon ausgegangen, dass wir für außergewöhnliche Zwecke einige besondere Wirkungen erzielen.

 

Dabei ist eine Besonderheit zu vermerken. Von allen Yogasanas haben nur drei Haltungen eine Verbindung zum Menschen: Garbhasana, Sukhasana und Shavasana. Diese beziehen sich auf den Menschen. Aber viele andere Asanas haben ihren Namen von Tieren, Pflanzen und anderen Lebensformen, z.B. Mayursana, Shalabhasana, Kurmasana, Bhujangasana usw.  Die faszinierende Wahrheit ist, dass bei den normalen Haltungen des Menschen zahlreiche Marma-Punkte angesprochen und stimuliert werden und uns gut tun.

 

Wie Sie wissen, nehmen wir bei verschiedenen Routinearbeiten oder besonderen Tätigkeiten bestimmte Haltungen ein. Beim Fahrradfahren oder Motorradfahren nehmen wir eine spezifische Haltung ein, bei der Büro- oder Computerarbeit wird eine sitzende Haltung im Sessel notwendig, in gleicher Weise nimmt der Mensch zahlreiche Haltungen in seinem alltäglichen Leben ein.   Zahlreiche Haltungen werden beim Sitzen, Stehen oder Schlafen eingenommen, und diese Haltungen sind für uns in vielerlei Hinsicht nützlich, denn es werden unbewusst und spontan Marma-Punkte stimuliert.

 

Viele dieser Haltungen des Menschen  erfolgen spontan und beruhen auf Bedürfnissen des Körpers und Geistes, so wie Stuhlgang oder Wasserlassen. Wenn wir aber dieses sich unmittelbar ergebende Bedürfnis nach bestimmten spontanen menschlichen Haltungen anerkennen, erkennen und umsetzen/praktizieren, so werden wir einen noch größeren Nutzen daraus ziehen.  

4. Konzeptioneller Hintergrund

C. Akupressur und Marma

 

Akupressur basiert auf Meridianen (Ströme psychischer Energie), die von verschiedenen Personen unterschiedlich bestimmt werden und die kumulative Resultante wurde als Akupressur und andere orientalische medizinische Techniken wie Shiatsu, Moxibustion, Kampo, Tsubo und Anma entwickelt .

 

1  Die Marma-Lehre wird in alten Texten wie den Veden, Brahmanas, Upanishads, Puranas und Samhitas inkl. Sushruta Samhita erwähnt. Diese Texte enthalten das Wissen der Marma-Lehre, das in Wahrheit schon vor diesen Texten vorhanden war und aus einer zeitlosen Epoche stammt.  Es ist ein System, das im menschlichen Körper seit der Entwicklung des Menschen existiert und von niemandem erfunden/entwickelt wurde. Es existiert in der Natur.

 

Während der kriegerische Aspekt der Marma-Lehre – d.h. Verwunden, Vorbeugen, Schützen und Heilen von Kriegswunden – zu einem kleinen Teil bewahrt wurde, ging der medizinische Aspekt der Lehre fast verloren. Einige Leute im Süden Indiens hatten ein sehr begrenztes und vielleicht verzerrtes Wissen von ihr.                                                                                                                                                                   -8-

 

2  Die Basis der Marma-Lehre sind 107 Vitalpunkte/Lebenslichtstellen im Körper, die sich an anatomisch klar festgelegten Stellen befinden. Sie sind daher akkurat und ergebniswirksam. Sie können auch durch spontane menschliche Haltungen lokalisiert werden und durch Abmessen der eigenen Körperteile.

 

Die Punkte für verschiedene Krankheiten sind bei Marma-Lehre und –Therapie anders als bei Akupressur. Es handelt sich nicht um dieselben Punkte.

 

Die Methoden der Marma-Therapie beruhen auf einfachem Fingerdruck oder Vibration; es werden keine Instrumente wie bei Akupressur oder Akupunktur eingesetzt. Es ist eine nicht-invasive Methode, anders als Akupunktur.

 

5  Die Stimulierung der Marma Punkte ist Bestandteil der Yogasanas, Mudras und beim Pranayama. Eine ähnliche Stimulierung kann direkt durch regelmäßige Marma-Eigentherapie erfolgen, wie beim Yoga, zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit auf allen Ebenen – physisch, mental und spirituell.

 

6  Die Anwendungen und Ergebnisse der Marma-Therapie sind umfassend und langwierig, häufig sind die Ergebnisse aber auch unmittelbar und dauerhaft. Wir können die Ergebnisse der Marma-Lehre nicht mit anderen orientalischen Lehren vergleichen, da die Marma-Therapie genauer auf bestimmte Stellen zielt und nicht verschiedene Punkte/Punktereihen für eine bestimmte Krankheit anspricht. 

                                                                                                                                                        

5.  Einführung in die Marma-Lehre

Die Marma-Lehre ist eine der wichtigsten verborgenen Schätze des alten Indiens. Der menschliche Körper ist die Grundlage für alle vier Aktivitäten, d.h., Dharma, Artha, Kama und Moksha.  Man kann durch den menschlichen Körper vergänglichen und unvergänglichen Nutzen erzielen.

                                                                                                                                                        

In einem anderen Zusammenhang wird auch behauptet, der menschliche Körper sei der Sitz von Krankheiten. Wie können wir also durch den erkrankten Körper oder schlechte Gesundheit irgendwelchen Nutzen erreichen?  Gibt es irgendwelcher Maßnahmen, um den Körper gesund zu erhalten und den erwünschten Nutzen zu erzielen? Alle diese Fragen können mit ja beantwortet werden und mit Kenntnis von Marma können wir das Ziel erreichen.

 

Im realen Sinn ist der menschliche Körper der Tempel von Gesundheit, Mut, Kraft, Energie und Vitalität, denn Gott, die göttliche Kraft, lebt im menschlichen Körper. Laut Skanda Purana ist der Platz von Lord Brahma der Nabel, der von Shri Vishnu das Herz, der von Sadasiva in den Chakras. Im menschlichen Körper steht Vayu Tattwa für Brahma, Soma Tattwa für Shri Vishnu und Agi Tattwa für Rudra Siva. Es ist eine interessante Frage, wie der menschliche Körper von Krankheit befallen werden kann, obwohl doch die Gegenwart Gottes innehat. Wenn wir tief über diese Frage nachdenken, kommt die Antwort durch den menschlichen Körper. Man kann als Gesundheitsprobleme durch die dem menschlichen Körper eigenen Selbstheilungskräfte lösen. Durch die Marma-Therapie sowie durch Yoga und Pranayama, die auch die Marma Stimulierung beinhalten, kann der Wunsch nach Gesundheitserhaltung und Krankheitsvorbeugung erreicht werden. Während Yoga und Pranayama  Gesundheitserhaltung und -förderung zum Ziel haben, handelt es sich bei der Marma-Therapie und eine unmittelbare und effektive Behandlungsart, mit Hilfe derer Krankheiten in sehr kurzer Zeit geheilt werden können.  

                                                                

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Die erstaunliche und wunderbare Behandlungsmethode hat ihren Ursprung in den vier Veden und wurde  von Maharshi Sushruta, wie in Sushruta Samhita vermerkt, weiter entwickelt und erklärt. Diese sehr komplexe und verborgene Marma-Lehre wurde zur Beherrschung unheilbarer Krankheiten mit unmittelbarer Wirkung in Verbindung mit alten chirurgischen Prinzipien eingesetzt. Dieses wissenschaftliche Wissen wurde durch die Verbreitung des Buddhismus in Südostasien in andere Länder übertragen und in Form vieler orientalischer medizinischer Lehren wie Akupressur, Akupunktur usw. verändert.

Die Marma-Lehre ist eine sehr alte verborgene vedische Medizin. Das Wissen von der Marma-Lehre bestand bereits seit Entwicklung des Menschen, aber dieses Wissen wurde durch Weise  konzeptualisiert und visualisiert und zur Gesundheitsförderung des Menschen eingesetzt.

 

Was könnte der Grund dafür sein, dass die Marma-Lehr in alten Zeiten versteckt/verheimlicht wurde? Um den Grund zu verstehen muss man wissen, worum es sich bei Marma handelt. Nach medizinischer Definition werden die Punkte des menschlichen Körpers, die bei Verletzung zum Tod führen, als Marma bezeichnet. Einfach ausgedrückt bezieht sich Marma auf die Punkte des Körpers, die sehr wichtig und Sitz der Vitalkräfte/Lebenslichtstellen sind. Bis heute sind nur wenige Informationen und Kenntnisse über Marma vorhanden. Daher konnte sich diese wichtige Lehre nicht genügend verbreiten.

 

Wenn diese Vitalpunkte (Marmasthana/Jivasthana) entsprechend der in den alten Texten beschriebenen Techniken behandelt werden, können Gesundheit und langes Leben gewährleistet werden. Gleichzeitig können verschiedene heilbare, chronische und unheilbare Krankheiten erfolgreich behandelt werden. Neben dem leichten und nützlichen Yoga-Pranayama für die normalen Leute entwickelten die Rishis ein Spezialwissen des Marma, enthüllt und entdeckt in der (Marma-) Lehre für jene, die ständig in selbstlosem

                                                                                                                                                 

Dienst zum Wohl und Glück der Menschheit engagiert sind, die aber auch nach Samadhi und Selbstverwirklichung streben. Menschen, die tief und ausschließlich für das Gemeinwohl engagiert sind, haben keine Zeit für regelmäßige Übungen und Yoga und Pranayama für die eigene Fitness. Sie können Nutzen aus der Marma-Therapie ziehen, weil dies weniger Zeit beansprucht. Sie ist nützlich, um physische Gesundheit, geistigen

Frieden sowie spirituelle Erhebung und Selbstverwirklichung zu erreichen.

 

Einerseits kann die Marma-Lehre vergänglichen und unvergänglichen Nutzen bereiten; andererseits, wenn sie falsch angewendet wird, kann sie tödlich und schädlich sein. Beim Kampf kann der Gegner bei einer Verletzung der vitalen Stellen sterben.  Daher wurde dieses Wissen nur den Königen und Kriegers gelehrt. Die Marma-Lehre ist sehr effektiv und schnell wirksam; da sie bei falscher Anwendung zum sofortigen Tod führt, wurde die Lehre über tausende von Jahren im Verborgenen gehalten. Dies, nämlich Sicherheit, war der Grund für die Verheimlichung dieser Lehre.

 

Heutzutage, in diesem Zeitalter der Informations-Revolution usw., haben Veränderungen von Ernährung, Lebensstil und Werten eine verhehrende Wirkung für die Allgemeinheit. Globalisierung, Liberalisierung und die Attraktionen von übermäßigem Konsum und Glamour haben zahlreiche Probleme geschaffen. Unter diesen Umständen sind Lösungen das Gebot der Stunde, durch die jeder sich von Krankheit befreien und gesund werden

                                                                                                                                         

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kann.  Die Marma-Therapie ist eine besondere Art der Behandlung, durch die der Nutzen vieler verschiedener Übungen ohne viel Aufwand erreicht werden kann. Die Erforschung und Verbreitung der Marma-Lehre ist notwendig, damit mehr und mehr Menschen den Nutzen dieser medizinischen Lehre erfahren können.  

 

Wie wir wissen, wurde jeder Aspekt der konventionellen Medizin durch den Menschen entdeckt, aber die dem menschlichen Körper innewohnenden Kräfte wurden von Gott verliehen. Die Marma-Lehre ist eine göttliche Lehre. Sie ist keine Magie. Man braucht durch die positiven ergebnisorientierten Wirkungen der Marma-Lehre nicht hypnotisiert sein oder wundergläubig werden. Wir befinden uns durch unsere Unwissenheit in einer Sackgasse, in einem Dilemma. Der menschliche Körper verfügt über unbegrenzte Möglichkeiten, und die Marma-Therapie ist ein kleines Beispiel, um diese Möglichkeiten zur Lösung unserer Gesundheitsprobleme einzusetzen.

 

Der Schöpfer hat ein System von 107 Marma Punkten im menschlichen Körper zur Vorbeugung, Krankheitsvermeidung und Erweckung himmlischer Kräfte geschaffen. Gott hat uns zum Glück jeweils 1 bis 5 Marma Punkte gegeben, d.h. 4 Talaridya, 4 Indravasti usw. . Sollten wir einen Körperteil verlieren, können die verbliebenen Marma Punkte je nach Bedarf eingesetzt werden.

 

Wenn wir die spontan eintretenden Ergebnisse der Marma-Lehre sehen, fließt ein Strom der Dankbarkeit spontan zu Schöpfer. Die Marma-Lehre ist die älteste, leicht verfügbare, freie, allgemein nachhaltige, eigenständige und häufig unmittelbar wirkende Art der Behandlung. Sie ist nicht-invasiv und kann ohne chirurgischen Eingriff und Medikamente angewendet werden.                           

 

Vor Einschätzung der Fähigkeiten des menschlichen Körpers ist es wichtig zu wissen, dass der menschliche Körper die beste Schöpfung Gottes ist. Jeder vergängliche und

                                                                                                                                              

unvergängliche Nutzen kann durch diesen Körper erreicht werden. Er ist die Quelle der Selbstverwirklichung. Es wird gesagt, der menschliche Körper sei, geschützt durch 9 Öffnungen, der Himmel. Diese Öffnungen haben einen Bezug zu unseren Sinnen. Erneut müssen wir unterstreichen, dass alle medizinischen Lehren – Ayurveda, Unani, Alllopathie, Homöopathie – Erfindungen des Menschen sind, dass aber dieses System der 107 Marma Punkte, die Teil des menschlichen Körpers sind,  seit unendlichen Zeiten von Gott/der Natur zur Verfügung gestellt wird.

 

Die Platzierung der Marma Punkte im Körper kann unterteilt werden in untere Gliedmaßen, obere Gliedmaßen, Kopf und Nacken, Rücken und Brustkorb/Bauch. In der folgenden Tabelle werden diese Punkte beschrieben. In dieser Tabelle bezieht sich die Überschrift „Ergebnis“ auf Verwundungen der Marma Punkte und nicht auf das Ergebnis der therapeutischen Stimulierung.                  

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Zusammenfasssende Beschreibung von Marma

Name               Nr.       Platzierung        Typ      Ergebnis             Anatomische Beschreibung

  1. Kshipra         2       obere Extr.       Band    verzögert tödlich        Erstes Intermeta Karpal Band
  2. Kshipra         2       untere Extr.      Band    verzögert tödlich        Erstes Intermeta Tarsal Band
  3. Talahrdaya    2         obere Extr.      Muskel verzögert tödlich        Palmer Aponeurosis
  4. Talahrdaya    2         untere Extr.     Muskel verzögert tödlich        Langes Planter Band
  5. Kurca           2        obere Extr.       Band    Behinderung             Carpo-Metacarpal Band
  6. Kurca           2        untere Extr.      Band    Behinderung             Tarso-Metatarsal und                                                                                                            Intertarsal Bd
  7. Kurcasiras    2        obere Extr.      Band    Schmerz                   Außenband des Handgelenks
  8. Kurcasiras    2        untere Extr.     Band    Schmerz                   Außenband des Fußknöchels
  9. Manibandha 2         obere Extr.      Gelenk  Schmerz                  Handgelenk
  10. Gulpha         2        untere Extr.     Gelenk  Schmerz                   Fußgelenk
  11. Indrabasti     2        obere Extr.      Muskel verzögert tödlich         Ursprung des Palmaris Longus M.
  12. Indrabasti     2        untere Extr.     Muskel verzögert tödlich           Wadenmuskel
  13. Kurpara        2        obere Extr.      Gelenk  Behinderung                Ellbogengelenk
  14. Janu             2        untere Extr.    Gelenk  Behinderung                 Kniegelenk
  15. Ani               2        obere Extr.     Band    Behinderung                 Sehne des Bizeps Muskels
  16. Ani               2        untere Extr.    Band    Behinderung        Sehne des Quadriceps Femoris M.
  17. Urvi              2        obere Extr.      Ader     Behinderung              Brachial-Arterie, Bacilic Vene
  18. Urvi              2        untere Extr.     Ader     Behinderung              Oberschenkelgefäße
  19. Kaksadhara  2        obere Extr.      Band    Behinderung                 Brachial Plexus
  20. Vitapa          2        Unterleib         Band    Behinderung                 Leistenkanal/-band       
  21. Lohitaksa     2        obere Extr.       Ader     Behinderung                 Achselgefäße
  22. Lohitaksa     2        untere Extr.      Ader     Behinderung                Oberschenkelgefäße
  23. Guda            1        Unterleib         Muskel  tödlich                         Analkanal und Anus
  24. Basti            1        Unterleib           Band    tödlich                         Blase
  25. Nabhi           1        Unterleib           Ader     tödlich                         Nabel
  26. Stanamula    2        Brust                Ader     verzögert tödlich           Innere Brustgefäße
  27. Hrdaya         1        Brust                Ader     tödlich                          Herz

28. Stanarohita   2        Brust                Muskel verzögert tödlich           unterer Teil Pectoralis Major

29. Apalapa        2        Brust                Ader     verzögert tödlich           Seitengefäße Thorax und

                                                         -Subscapularis

30. Apastambha   2       Brust               Ader     verzögert tödlich           beide Bronchien

31. Katikataruna   2        Rücken            Knoch. verzögert tödlich           Ischiasknoten

32. Nitamba          2       Rücken            Knoch. verzögert tödlich           Darmbeinschaufel/Sitzhöcker

33. Kukundara      2       Rücken            Gelenk  Behinderung                 Sacroiliacalgelenke

34. Parshvasandhi  2       Rücken            Ader     verzögert tödlich           Allg. Darmbeingefäße/

                                                                                                          Nierenber.

35. Brhati              2      Rücken            Ader     verzögert tödlich           Subscapularis und

                                                                                                         transversale

                                                                                                         Halsschlagader 

36. Amsaphalka    2       Rücken            Knoch.             Behinderung    Rückgrat

37. Amsa              2      Rücken            Band    Behinderung                 Coraco-Humoral, Gleno-

                                                                                                        -Humoral Bd  Trapezmuskel    

38. Krikatika         2      Nacken        Gelenk      Behinderung                  Atlanto-Occipital

                                                                                                           Gelenkverbindung

39. Nila                 2      Nacken        Ader         Behinderung                 Blutgefäße des Nackens

40. Matrika           2       Nacken        Ader         tödlich                          Blutgefäße des Nackens

41. Vidhura          2        Kopf            Band        Behinderung                 Posterior Auricular Band/Gefäße

42. Phana            2       Kopf            Ader         Behinderung                 Kiesselbach`s Plexus/

                                                                                             -Olfaktorischer Bereich

                                                                                              der Nase  

                        43. Apanga          2     Kopf            Ader         Behinderung                 Zygomatico-Temporal Gefäße

44. Avarta            2       Kopf            Gelenk     Behinderung                 Verbindung von Frontal, Molar

                                                                                                       und Sphenoid Knochen  

45. Utksepa          2       Kopf            Band        tödlich n. Schlag          Schläfenmuskel und –Band

46. Sankha           2       Kopf            Knochen   tödlich                          Schläfen

47. Sthapani         2       Kopf            Ader         tödlich n. Schlag          Nasenbogen der Frontalvene

 

48. Simanta          5       Kopf            Gelenk     verzögert tödlich           Gehirnnähte

49. Srngataka       4       Kopf            Ader         tödlich                          Stirnhöhle und Nasennebenhöhle

50. Adhipati          1       Kopf            Gelenk     tödlich                         Torcular Herophilia

                               

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Marma-Therapie – Praktische Hinweise

Die Marma-Therapie erfolgt durch Druckausübung, Vibration, Zusammendrücken oder das Aufbringen heißer und kalter Pasten, Öle und Salben an den Marma-Stellen bei sich selbst oder einer anderen Person.  Die Methoden sind je nach Marma Punkt unterschiedlich. Bei den Sira Marmas handelt es sich um sehr empfindliche Stellen. Diese Punkte sollten nicht stark gepresst werden; nur Massage und die Anwendung von Pasten und Ölen sind an diesen Punkten angezeigt. Punkte über den Gliedmaßen (obere Gliedmaßen (OG): Oberarm, Unterarm und Hand; untere Gliedmaßen (UG): Hüfte, Bein und Fuß) können kräftig, jedoch mit Vorsicht,  gedrückt werden. Druckausübung und Zusammendrücken der Oberhaut und des subkutanen Gewebes erfolgt bei einigen Marma Punkten auf dem Rücken. Subkutane Bänder und Nerven können durch Vibration stimuliert werden. An anderen Stellen wird der Druck mit dem Daumen und anderen Fingern ausgeübt. In diesem Fall sollte der Druck nicht über lange Zeit erfolgen, d.h. der Daumen sollte nicht gepresst bleiben, sondern sollte rhythmisch wie der Herzschlag gedrückt werden

Sandelholzpaste, Haldipaste, medizinische Öle und Salben werden normalerweise an Punkten wie Nabel, After, Nacken und Kopf benutzt. Bei der Panchakarma Therapie wird Shirodhara auf Stirn und Scheitel aufgebracht; hierdurch kann medizinisches Öl Tropfen für Tropfen auf die an Stirn und Scheitel befindlichen Marma Punkte gelangen. In der Marma-Therapie werden keine anderen Hilfsmittel  wie Stifte, Drähte, Nägel, Nadeln, Samen usw. benutzt.

In der folgenden Tabelle ist die Lage einiger wichtiger Marma Punkte inkl. Körperbereich sowie die hierbei anzuwendende Therapiemethode aufgeführt.

 

Name             Platzierung                          Körperteil                Methode

Kshipra            zwischen Daumenbasis           Band (Snayu)              Druck mit Daumen und Zeige-  

                        und Zeigefinger                      obere und untere          finger oder Vibrieren mit

                                                                   Gliedmaßen (OG/UG)   Zeigefinger

 

Talahridaya       OG in der Handfläche, wo         Muskel (Mansa)            Druck mit Daumen und

                        der Mittelfinger beim Beugen                                        Zeigefinger

                        die Handinnenfläche  berührt

                          

Gulpha             UG an beiden Seiten des          Gelenk (Sandhi)             Vibrieren mit dem Finger-

                        Fußknöchels                                                               knöchel, wobei der Daumen

                                                                                                          auf der gegenüberliegenden

                                                                                                          Seite gehalten wird      

 

Indravasti         OG/UG 12 Finger breit              Muskel (Mansa)            Druck mit Daumen und

                       oberhalb von Handgelenk/                                                         Fingern

                        Knöchel                                                                                                                    

                                              

Kurpara            OG beiderseits des                  Gelenk (Sandhi)            Druck mit Daumen und

                        Ellbogens                                                                   Fingern

 

Janu                 UG – Kniegelenk, unter der       Gelenk (Sandhi)            Druck mit Handballen

                        Kniekappe und beiderseits                                           und Fingern

                        des Knies

 

Ani                   OG/UG – Oberarm und Ober-    Band (Snayu)             Druck mit Daumen und

                        schenkel  vier Finger breit                                            Fingern

                        über Knie und Ellbogen

 

Urvi                  OG/UG – Oberarm und Ober-    Blutgefäß (Sira)           Druck mit Daumen und

                        Schenkel vier Finger breit                                             Fingern

                        oberhalb von Ani

                                

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Nabhi               Nabel                                       Blutgefäß (Sira)             Aufbringen von Öl

 

Kukundara        Rücken                                    Gelenk (Sandhi)            Druck mit Daumen und

                                                                                                          Fingern

 

Parsvasandhi    Rücken                                    Gelenk (Sandhi)            Druck/Zusammendrücken

 

Vrihati              Rücken                                    Blutgefäß (Sira)            Druck/Zusammendrücken

 

Amsaphalka     Rücken                                    Knochen (Asthi)            Druck mit Daumen und

                                                                                                          Fingern

 

Amsa               Schulter                                   Band (Snayu)               Druck mit Daumen und

                                                                                                          Fingern

 

Krikatika           Nacken                                    Gelenk (Sandhi)            leichter Druck oder Massage

                                                                                                          mit Daumen und Fingern

 

Vidhura            hinter dem Ohr                         Band (Snayu)               Druck mit Daumen

 

Phana              beiderseits Nasenwurzel            Blutgefäß (Sira)           Druck mit Spitzen der kleinen

                                                                                                          Finger

 

Avarta              Verbindung von Frontal-,          Gelenk (Sandhi)            Druck mit Daumen und

                        Molar- und Sphenoid-                                                      Fingern

                        Knochen

                       

Samkha            Schläfen                                  Knochen (Asthi)            Druck mit Fingern

 

Sthapani           zwischen Augenbrauen             Blutgefäß (Sira)             Druck mit Daumen oder

                                                                                                          Mittelfinger/Aufbringen

                                                                                                          von Sandelholzpaste und

                                                                                                          Kumkuma/Sindhur

 

Simanta            Mittelscheitel                            Gelenk (Sandhi)            Druck mit Fingern.

                                                                                                          Aufbringen von Sindhur/-

                                                                                                          Kumkuma bei Frauen 

 

Adhipati           Sitz von Haarbüscheln              Gelenk (Sandhi)             Druck mit Daumen und

                                                                                                          Fingern/tropfenweise Wasser,

                                                                                                          Absud oder medizinisches Öl

 

Bei den folgenden häufig vorkommenden Krankheiten kann Besserung erreicht werden, indem die folgenden Punkte bei Erkrankung zweimal am Tag 20 bis 30mal stimuliert werden. Die Wirkung kann manchmal sofort einsetzen;  in anderen Fällen kann es mehrere Tage oder Wochen bis zur Heilung dauern, je nach Krankheitsart und Schwere der Erkrankung.

 

Tabelle häufiger Krankheiten und relevante Punkte

Diabetes                                            Kurpara

Bluthochdruck                                   Talahridya – OG und UG

Epilepsie und Hysterie                       Talahridya – OG und UG bei allgemeiner Therapie.

                                                          Anm.: Bei akuten Anfällen führt Druck über diesen

                                                          Punkten zu schnellerer Erholung des Patienten und einer

                                                          Abmilderung der Symptome        

                                                                                                                                                                                                               -14-

 

Blähungen/Sodbrennen, Schmerzen   :

in Magen- und Verdauungsbereich       Kurpara an bieden Seiten/beide Arme

Ischias                                                          UG – Kshipra, Gulpha, Indravasti, Janu, Kukundra  

Lähmung                                                    alle Marmas der UG und OG, je nach Platzierung

                                                                    des Betroffenen Körperteils    

 

Tabelle häufiger Krankheiten und relevante Punkte

Halswirbel Spondylose                                          OG – Kshipra, Kurpara, Ani, Urvi, Amsa

Steifheit der Schulter                                            OG – Kshipra, Kurpara, Ani, Urvi, Amsa

Knieschmerzen inkl. Osteoarthritis                       UG – Kshipra, Gulpha, Indravasti, Janu

Rheumatismus                                                      alle Marmas der OG und/oder UG, je nach

                                                                             Platzierung der betroffenen Körperteile

Migräne                                                                Amsa, Apanga, Avarta (beidseitig)

Augenprobleme                                                    Apanga, Avarta (beidseitig)

Probleme beim Wasserlassen                              Indravasti (OG und UG), Gulpha

 

Anm.: In vorstehender Tabelle werden für jede Krankheit bestimmte Punkte angegeben, aber zu Beginn der Behandlung, während der ersten paar Sitzungen, sollten alle Marma-Punkte im entsprechenden Körperbereich wie OG oder UG behandelt werden, sowie auch die gegenüber-Liegenden Körperbereiche, d.h. wenn die linke Seite betroffen ist, sollten sowohl linke als auch rechte Seite regelmäßig behandelt werden.

 

6.

Vorsichtsmaßnahmen und Umsetzung der Marma-Therapie in der Praxis

Vorsichtsmaßnahmen

Es ist unbedingt notwendig, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Marma-Therapie im Krankheitszustand angewendet wird.

Wenn die richtigen Vorsichtsmaßnahmen und Behandlungsweisen befolgt werden, sind Zwischenfälle und Komplikationen bei der Marma-Therapie weder ernst noch häufig. Bei der täglichen Routine der Eigenbehandlung mit Marma, sind Zwischenfälle sehr ungewöhnlich, aber wenn die Marma-Therapie bei anderen Personen angewendet wird, kann es eher zu Zwischenfällen kommen aus Mangel an Erfahrung,  Übersehen der Art des Marmas und übermäßiger Druckausübung über dem Marma-Punkt . In all diesen Fällen, wenn es zu Komplikationen wie Schwindelgefühl, Erbrechen, Gefühllosigkeit des Körperteils, schwerem Schmerz, Bewusstlosigkeit kommt, ist medizinische Hilfe erforderlich.

Um Zwischenfälle zu vermeiden, sollten die folgenden Punkte beachtet werden:

1     Man sollte die Marma-Therapie richtig erlernen mit praktischem Training unter

Anleitung von Experten der Marma-Lehre.

2      Man sollte die anatomische Struktur der einzelnen Marma genau kennen und entsprechend Druck ausüben. Zum Beispiel darf Sira Marma nicht wie Asthi Marma behandelt werden. Maximaler Druck sollte ausgeübt werden bei Sandhi, Asthi, Mansa und Snayu Marma, aber Sira Marmas sollten nicht stark gedrückt werden. Leichte Massage nach oben, nach unten und vom Zentrum zu den Randbereichen sollte am Sitz der Sira Marmas angewendet werden.  Jede Art von zusätzlichem Druck über den Sira Marmas kann zu Komplikationen führen. Besonders die Marmas von Nacken und Kopf sollten vorsichtig und sorgsam behandelt werden.                          

     

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3.         Position des Patienten während der Marma-Therapie: Der Patient sollte sitzen, stehen oder auf einem harten Bett liegen.  Besonders in schweren Fällen sollte die Marma-Therapie in liegender Stellung angewendet werden. In einigen Fällen wie schwerer Wirbelschädigung kann Druck in sitzender Position über den Marmas der oberen Gliedmaßen zu Schwindelgefühl, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit führen.   Dies ist besonders bei weiblichen Patienten der Fall. Während der Marma-Therapie sollte man den Gesichtsausdruck des Patienten im Auge behalten. Eine Druckausübung sollte sofort vermieden werden, wenn der Patient quälenden Schmerz und Unbehagen fühlt. Sofortige medizinische Hilfe oder folgende Maßnahmen sind zur Besserung notwendig:

  1. Den Patienten sofort in liegender Position auf dem Bett oder Fußboden platzieren.
  2. Die Beine möglichst hoch legen und den Kopf unten halten.
  3. Für gute Luftzufuhr sorgen.
  4. Talahridaya Marma einsetzen und Handfläche und Fußsohle reiben.
  5. Leichte Massage des Nackens beidseitig nach oben gerichtet.

 

Bei schwangeren Frauen sollte die Marma-Therapie nicht zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Die schwangere Frau kann eine Eigenbehandlung mit Marma-Therapie zur Gesundheitsförderung  vornehmen.     

 

Einige zu berücksichtigende Punkte zur technischen Anwendung der Marma-Therapie/Chetna

Vorbemerkung:

  • Vor Einsatz der Marma-Therapie solle ein Arzt eine Diagnose bei einem Patienten erstellt haben.
  • Die Therapie sollte vorzugsweise in liegender Position auf harter Oberfläche erfolgen. Unter bestimmten Umständen kann die Therapie in sitzender Position erfolgen.
  • Menstruation und Schwangerschaft abfragen. In beiden Fällen ist die Therapie nicht anzuwenden.
  • Bei einigen Arten von Fieber - chronischer Septikämie -  ist die Therapie nicht anzuwenden.  
  • Sofern notwendig, sollte z.B. Schwindelgefühl oder Schwäche auftreten oder der Patient klagen, sollte der Blutdruck vor der Therapie geprüft werden.  Bei niedrigem Blutdruck kann  Talahridaya auf der Handfläche zu einer Normalisierung führen und man kann mit der Marma-Therapie fortfahren.
  • Dieselbe Vorgehensweise bei hohem Blutdruck.
  • Bei Fasten oder lange Zeit  leerem Magen  oder bei vollem Magen sollte weniger Druck an den Marma Punkten ausgeübt werden.

 

Allgemeine Punkte

  1. Spezifische Punkte sind für jede Krankheit indiziert, aber am Anfang (bei den ersten paar Sitzungen), sollten die Marma-Punkte in den entsprechenden Körperbereichen wie OG oder UG behandelt werden.
  2. Die gegenüberliegenden Teile des Körpers sollten regelmäßig behandelt werden, d.h. wenn die linke Seite betroffen ist, dann sollten sowohl linke als auch rechte Seite berücksichtigt werden.
  3. Wenn sich eine Schädigung auf einer Seite des Körpers befindet, sollte die Therapie zunächst auf der gegenüberliegenden Seite beginnen, danach auf der betroffenen Seite.

Rat: Da die wirklichen Krankheiten, die sich hinter den Symptomen verbergen, nicht immer zu erkennen sind, bitte auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen.